Aktuell

Liebe Theaterfreunde

Vor gut einem Monat haben unsere tatkräftigen Vereinsmitglieder das Bühnenbild der Produktion „Sicher isch sicher“ abgebaut, alle Requisiten und Kostüme verstaut und die Kulturschachtle wieder in den theaterfreien Zustand versetzt.
 
Nachdem das Theater Adliswil am Auffahrtswochenende die Theatersaison 2015/2016 mit der Vereinsreise nach Hamburg ausklingen liess, ist es an der Zeit Ihnen nochmals einen kurzen Rückblick auf die erfolgreiche Produktion zu gewähren. 
 

Die Theatersaison 2015/2016 startete bereits viel früher als dies in anderen Jahren der Fall war. Dies aufgrund des selber geschriebenen Stücks von unserem Regisseur Kamil Krejčí. Der Regisseur musste von uns bereits Ende 2014 wissen, wer alles eine Schauspielrolle erhalten und Teil dieser Uraufführung sein möchte. Gleich nachdem sich alle interessierten Schauspieltalente eingetragen hatten, begann Kamil Krejčí mit dem Schreiben des Stücks und somit auch der auf die Schauspieler abgestimmten Rollen. Dadurch entfiel bei uns der Aufwand mit der Stückauswahl, die in anderen Jahren jeweils von der sogenannten „Spiko“ (ausgeschrieben: Spielerkommission) durchgeführt wurde.
 
Kurz bevor die ersten Proben anstanden, kam bereits die Unterstützung der Regieassistenz zum Zug, da diese mit dem Regisseur zusammen den ganzen Probeplan auf die Beine stellen musste. Auch während den Proben war die Regieassistenz immer anwesend und half den Schauspielern bei Textproblemen oder fehlenden Requisiten.
 
Bereits an der ersten Probe wurden die Körpermasse von allen Schauspielern gemessen und notiert, damit sich die flinken Schneiderinnen an ihr Werk machen und die Kostüme anfertigen konnten.
 
Anfang Februar standen die Intensivproben an, bei denen die Schauspieler drei ganze Wochenenden in der Kulturschachtle waren und den einzelnen Szenen den letzten Feinschliff verliehen.
 
Ungefähr zur gleichen Zeit fingen die restlichen Helfer des Vereins an, ihre Arbeiten und Einsätze für die Aufführungszeit vorzubereiten und zu organisieren. Es mussten Einsatzpläne erstellt, benötigtes Material besorgt und natürlich die Bühne gebaut werden. Am 13. Februar startete der Ticketvorverkauf, im Hintergrund wurden unsere treuen Sponsoren angeschrieben und auch die zwei Hoffotografen waren immer zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle, um das jeweilige "Fotomodel" in Szene zu setzen.
 
Nach einer intensiven letzten Probewoche durften wir dann das Stück zum ersten Mal vor Publikum aufführen und bei unserer Generalprobe die Reaktionen von Freunden und Familien von unseren Aktivmitgliedern erfahren.
 
Zwei Tage später war es soweit und die Premiere stand kurz bevor. Die Nervosität der Schauspieler wie auch der Licht- und Tontechniker stieg stetig an und die vielen anderen Arbeiten hinter der Bühne liefen auf Hochtouren. 1 ½ Stunden vor Beginn trafen bereits die ersten Gäste ein und wurden von unserem Service- und Barpersonal freundlich bedient und den ganzen Abend lang verwöhnt. Auch die unzähligen weiteren Helfer wie beispielsweise die Platzanweisung, die Ticketausgabe oder auch die Maskenbildner waren voller Tatendrang und erledigten ihre Arbeiten mit Passion.
  
Nach und nach trafen die Schauspieler in der Garderobe ein und bereiteten sich für ihren Auftritt vor. Wie jedes Jahr ging jeder anders mit dem Lampenfieber um. Einige glichen einem eingesperrten Tiger, welcher sich immer wieder von der einen Ecke in die andere bewegen musste, andere sassen ruhig an ihrem Platz und verloren sich in einem Rätsel. Wieder andere suchten die innere Ruhe beim Musikhören oder lenkten sich bei einem Gespräch mit einem Leidensgenossen ab. 
 
Die Stimmung hinter der Bühne war trotz unterschiedlichen Ritualen meistens ruhig und konzentriert, dennoch hatte es zwischendurch immer Platz für Witze oder neckische Sticheleien.
 
Nachdem alle Requisiten am richtigen Ort waren, bei allen Schauspielern eine grosse Portion Make-up aufgetragen wurde und auch alle Kostüme richtig sassen, durfte natürlich das traditionelle „über die Schultern spucken“ nicht fehlen. Kurz darauf kamen auch schon die Verantwortlichen der Technik und sagten den obligaten Spruch: „No 2 Minutä!“. Dies bezweckte, dass sich die ersten Schauspieler auf die Bühne begaben und gespannt auf die Startmusik warteten, bevor sie dann endlich im Rampenlicht standen.
 
Nachdem die ersten beiden Akte gespielt waren, gab es eine Pause. In der Garderobe herrschte nun nicht mehr die ruhige, konzentrierte Stimmung von vorher. Jeder musste seine Requisiten vom ersten Teil wegräumen und diejenigen für den 3. und 4. Akt bereitstellen. Darüber hinaus mussten die Kostüme gewechselt, die Frisuren geändert und die Bärte angebracht werden.
 
Damit jeder nach diesen 20 Minuten wieder bereit für den zweiten Teil war, musste alles effizient und organisiert ablaufen. Doch mit gegenseitigem Helfen und den flinken Händen der Masken- und Frisurenfeen ging das alles reibungslos vonstatten und der zweite Teil konnte aufgeführt werden.
 
Um ca. 22.10 Uhr neigte sich die Aufführung dem Ende zu und die Anspannung liess allmählich nach. Es war ein erfolgreicher Start und auch die folgenden Aufführungen konnten sich an diesem Erfolg erfreuen.
 
Nach 16 Aufführungen waren alle langsam erschöpft aber durchaus glücklich und zufrieden. Die Theatersaison 2015/2016 war zu Ende und wir durften erneut eine erfolgreiche Produktion ausklingen lassen.
 
Es freut uns, dass wir wieder so vielen Personen einen wunderschönen Abend bescheren konnten — und genau das ist auch in der nächsten Theaterproduktion wieder unser oberstes Ziel, für welches wir nach der Sommerpause wieder alles geben werden! Bis dahin — liebe Theaterfreunde — wünschen wir Ihnen alles Gute und einen wunderschönen Sommer!
 
Es würde uns sehr freuen, Sie auch in der nächsten Produktion wieder bei uns begrüssen zu dürfen.
 
Ihr Theater Adliswil
 
 

 

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